Informationen für Rehabilitations­kliniken

Gesetzliche Grundlage

Das sogenannte Flexirentengesetz stärkt die Reha-Nachsorgeleistungen. Die "Leistung zur Nachsorge" ist im §17 SGB VI gesetzlich verankert.

Was ist während der Reha zu tun?

  • Rehabilitanden werden über die Reha-Nachsorge informiert (mündlich in einem Nachsorgevortrag, elektronisch oder in Papierform).
  • Mit dem Rehabilitanden werden die Möglichkeiten der Nachsorge besprochen.
  • Nachsorgeplan und Nachsorgeziele werden dokumentiert.
Zitat Teilnehmer:
„Ich bin sehr froh, regelmäßig an der Nachsorgegruppe teilnehmen zu können. Nach der Reha ist es einfach wohltuend in einer Gruppe von Menschen zu sein, denen es ähnlich geht wie mir, so dass wir uns unkompliziert austauschen können!“
Welche Nachsorgeangebote gibt es?
Psy-RENA®
Inhalt
Unimodal -
Leistungen aus dem Bereich der Psychotherapie
Ziel­gruppe
DRV-Versicherte nach einer med. Reha mit F-Diagnose nach ICD-10-GM (ohne Suchterkrankung). Bei einer psychischen Komorbidität muss die F-Diagnose nicht Erstdiagnose sein.
Umfang
  • 1 Aufnahmegespräch (1:1), 50 Minuten
  • max. 25 Gruppentermine, max. 90 Minuten
  • 1 Abschlussgespräch (1:1), 50 Minuten
  • Bei Bedarf Krisen­interventionen,
    Max. 5 x 20 Minuten
  • Wenn KEINE Gruppe wohnortnah vorhanden ist:
    Einzelgespräche: 8 Termine à 50 min, Verlängerung um 4 weitere Termine möglich
Anbieter
Anerkannte medizinische Reha-Einrichtungen + Anerkannte Psychotherapeuten-Praxen
Dauer
12 Monate nach dem letzten Tag der Reha
Intensivierte Rehabilitationsnachsorge (IRENA)
Inhalt
Multimodal -
Leistungen aus mind. 2 Therapiebereichen von mind. 2 Berufsgruppen
Zielgruppe
 
Umfang
  • 1 Aufnahmegespräch (1:1), 50 Minuten
  • 24 Gruppentermine, 90 Minuten
  • 1 Abschlussgespräch (1:1), 50 Minuten
Anbieter
Anerkannte medizinische Reha-Einrichtungen
Dauer
12 Monate nach dem letzten Tag der Reha

Nachsorgevortrag

Hier finden Sie einen Entwurf für einen Nachsorgevortrag für Ihre Rehabilitanden.

Flyer Reha-Nachsorge

Diesen Flyer können Sie während der Nachsorge-Beratung an die Rehabilitanden aushändigen. Gerne senden wir Ihnen Flyer oder Sie speichern diesen auf Ihrem PC
Prozess der Nachsorge-Empfehlung
Die Empfehlung zur Nachsorge gilt als Verordnung. Ergänzend zu Psy-RENA® kann im Einzelfall Rehabilitationssport verordnet werden.
1.
Arzt stellt Nachsorgebedarf in Art und Umfang fest.
2.
Rehabilitand gibt sein Einverständnis.
3.
Nachsorge-Empfehlung inkl. eines Nachsorgeplans mit 3 Nachsorgezielen wird erstellt.
4.
Rehabilitand nimmt mit Hilfe der Rehaklinik Kontakt zum Gruppenleiter auf und vereinbart den ersten Termin (noch während der Reha).
Wenn innerhalb von 3 Monaten nach Ende der Reha kein Gruppenplatz verfügbar ist, kann Psy-RENA® in Einzelgesprächen stattfinden (mind. 3 Anfragen durch Rehabilitand).
Vorteile von psyrena.de für Rehabilitanden*innen
Eine vollständige und aktuelle Umkreissuche. Alle Nachsorge-Einrichtungen werden anhand
des Zulassungsschreibens kontrolliert & authentifiziert.
  • Nachsorge-Anfrage rund um die Uhr
  • Gesicherte Kommunikation mit dem Nachsorgeort
  • Fahrtkostenformular, Infoblatt der DRV & Krisen- Notfallplan
  • Terminübersicht und -erinnerungen
  • Telefonische Beratung zur Organisation auch nach der Reha
Feststellung eines nachträglichen Nachsorgebedarfs
  • DRV-Versicherte können 4 Wochen nach Ende der Reha einen Antrag bei der DRV stellen.
  • Die DRV kontaktiert im Anschluss die Rehaklinik, die eine nachträgliche Empfehlung ausstellen kann.

Allgemeine FAQ Psy-RENA®

FAQ für Rehakliniken

Erklärvideo
für psychosomatische Rehakliniken und Patienten